Altlastensanierung
Das Ingenieurbüro Gibs geologen + ingenieure verfügt nicht nur über das fachliche Know-how zu den im folgenden beschriebenen Themenkreisen, sondern auch über die nach §18 BBodSchG geforderten Sachverständigen-Zulassungen für die Sachgebiete SG 1 (Flächenhafte und standortbezogene Erfassung / historische Erkundung), SG 2 (Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Gewässer) und SG 5 (Sanierung). Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die von uns erbrachten gutachterlichen und planerischen Leistungen bei der Erkundung und Sanierung von Altlasten auch die erforderliche Akzeptanz bei den Behörden haben.
Sanierungsuntersuchung und -planung

- Bodenaushub als eine Möglichkeit der Altlastensanierung
Durch Sanierungsuntersuchungen wird geprüft, mit welchen Maßnahmen eine Sanierung erreicht werden kann, wie das Sanierungsziel beschrieben werden kann, und welche rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Gegebenheiten für die Durchführung der Maßnahmen von Bedeutung sind. Der darauf aufbauende Sanierungsplan gem. BBodSchV beschreibt die Ausgangslage der Sanierung (Standortverhältnisse, Gefahrenlage, Schadstoffinventar, Wirkungspfade, Schutzgüter und Sanierungsziele), das oder die geeigneten Sanierungsverfahren (Methode und Ablauf der Sanierung, technische Ausgestaltung und begleitende Maßnahmen, behördliche Zulassungserfordernisse etc.), die Eigenkontrollmaßnahmen zur überprüfung der sachgerechten Ausführung (im Rahmen der Sanierungsmaßnahme und der Nachsorge) sowie den Zeitplan und die Kosten.
Sanierungsmethoden
Zur Sanierung von Boden- oder Grundwasserschädigungen stehen zahlreiche Verfahren zur Wahl. Gibs geologen + ingenieure betreibt unter anderem:
- Bodenaushub mit anschließender Deponierung oder Off-Site-Behandlung (Bodenwäsche, thermische Verfahren, mikrobiologische Verfahren)
- mikrobiologische In-Situ-Bodenreinigung
- Bodenluftabsaugung
- Grundwasserentnahme mit anschließender Reinigung (Leichtflüssigkeitsabscheider, Adsorptionsverfahren, Desorptionsverfahren, Filtrationsverfahren)
- In-Situ-Grundwasserreinigung (reaktive Wände, funnel-and-gate-Verfahren)
Sicherungsmethoden

- Stripanlage einer Grundwassersanierung
Sicherungsmaßnahmen sind zur Sanierung geeignet, wenn sie gewährleisten, dass durch die im Boden verbleibenden Schadstoffe dauerhaft keine Gefahren oder erheblichen Nachteile entstehen. Für Sicherungsmaßnahme kommen u.a. folgende Methoden in Betracht:
- vertikale Dichtwände und horizontale unterirdische Abdichtungen
- Oberflächenabdichtungen
- Immobilisierung
- Grundwasserabsenkung
Natural Attenuation
Unter dem Begriff "Natural Attenuation (NA)" bzw. „natürliche Schadstoffminderung" sind natürlich ablaufende Prozesse im Untergrund zu verstehen, die zu einer Reduktion von Schadstoffverunreinigungen führen. Das Gefahrenpotenzial von Schadstoffen bei Altlasten, schädlichen Bodenveränderungen und Grundwasserverunreinigungen hängt u. a. auch vom Umfang dieser natürlich ablaufenden Prozesse ab. Für die Berücksichtigung von NA bei der Altlastenbearbeitung fehlen bislang bundesweit einheitliche fachliche und rechtliche Regelungen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass diese Methode zukünftig zunehmende behördliche Akzeptanz erreicht und in Einzelfällen als eine wirtschaftliche Alternative zu aufwendigen Sanierungsverfahren gewählt werden kann.