Ökosystem- und Naturraumanalysen

- Offenes Grünland
Vor Eingriffen in den Naturraum oder dem Erstellen von Pflege- und Entwicklungsplänen muss der jeweilige Ist-Zustand der Flächen ermittelt und bewertet werden. Im Rahmen von ökologischen Bestandsaufnahmen oder Biotopkartierungen werden hierzu in einem ersten Schritt die bereits bestehenden Daten ermittelt und gesichtet. Je nach Zielsetzung werden bestehende Datenlücken durch Feldarbeiten geschlossen. Bei größeren Gebieten kann in manchen Fällen der Einsatz von Methoden der Fernerkundung sinnvoll sein. Für die Auswertung und Präsentation der Daten dient in der Regel ein Geographisches Informations System (GIS) und eine Datenbank. Über maßstabsgerechte Karten werden die Ergebnisse unter räumlichem Bezug visuell dargestellt.

- Linientransekt auf einer Dauerbeobachtungsfläche
Ökologische Langzeitbeobachtungen sind ein wichtiges Instrument um Erfolge von Pflegemaßnahmen oder Auswirkungen von Umwelteinflüssen zu dokumentieren oder Ursachenkomplexe zu analysieren. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten werden standardisierte Verfahren bei der Auswahl und Beprobung eingesetzt. Die Auswertung von Luftbildern zur flächendeckenden Biotoptypenerhebung eines großen Gebietes kann helfen kostenintensive Feldarbeit einzusparen. Ein Ziel ist es, durch empirische Erhebungen die Entwicklung der Artenzusammensetzung sowie die Bestandsveränderungen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang gewinnt das Biotop-Monitoring an Bedeutung, das durch die EU-Berichtspflichten für die Natura 2000 Schutzgebiete und der Pflicht zur Umweltbeobachtung nach dem §12 des BNatSchG gefordert ist.
In das Leistungsspektrum des Fachbereiches Naturraummanagement gehören im Zusammenhang mit Naturraumanalysen auch Luftgütekartierungen anhand von Flechtenerhebungen.